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Aktuelle Forschungsprojekte

Leitbildentwicklung Kamenz 2030

Projektteam: Prof. Dr. Katrin Pittius, Prof. Dr. Maik Arnold, Julia Kleppsch
Projektträger:  DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) und Lessingstadt Kamenz
Laufzeit: 01.01.2018 bis 30.11.2018

Ziel des Projektes ist die Begleitung, Koordination und Moderation von Arbeitsgruppen im Rahmen der Entwicklung des „Leitbilds 2030“ für die Lessingstadt Kamenz. Das Leitbild wird unter Beteiligung von Kamenzer Bürger*innen aller Altersgruppen entwickelt.

 

Gegenstand des Leitbildentwicklungsprozesses ist, die strategischen Leitlinien zur Stadtentwicklung in Kamenz bis 2030 in einem bürgerschaftlich getragenen Prozess zu diskutieren und die Ergebnisse als Grundlage für das zukünftige städtische und bürgerschaftliche Handeln zu nutzen. Auf der Grundlage des Leitbilds werden Zielstellungen und Handlungserfordernisse für die Stadt und ihre Ortsteile definiert sowie konkrete Entscheidungen getroffen.

 

Projektverlauf: Ein Entwurf des Leitbilds, basierend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, die sich im Zeitraum von Januar bis Ende März 2018 in mehreren Treffen zu den Visionen für die Stadtentwicklung „Kamenz 2030“ ausgetauscht haben, fand am 5. Mai 2018 in der Stadtwerkstatt Kamenz (https://www.stadtwerkstatt-kamenz.de/) eine Leitbildwerkstatt statt. Daran anschließend erfolgt in den Monaten Juni bis September eine Weiterführung der Diskussion und mehrstufige Überarbeitung des Leitbilds in den Ausschüssen des Stadtrates, bevor eine endgültige Beschlussfassung im Kamenzer Stadtrat (voraussichtlich September 2018) erfolgt.

Vorläufige Ergebnisse:

Vor allem in den Arbeitsgruppen, die sich mit Ansiedlungsangeboten, Verkehrswegen und relevanten Standortfaktoren wie Jugend- und Soziokultur beschäftigten, wurden viele neue Impulse gesetzt. Zum Beispiel müssen der öffentliche Nahverkehr verbessert werden, nicht nur nach Dresden und Ostsachsen, sondern auch in die Ortsteile. Es brauche eine ganzheitliche Baukonzeption, die nicht nur die Innenstadt, sondern auch das Wohn- und Lebensflair in Kamenz-Ost oder neue Eigenheimstandorte auf der grünen Wiese einschließen müsse.

 

Das Moderatorenteam – ihm gehören u.a. Michael Preuß, M.A., von der Stadtverwaltung Kamenz, Dipl.-Geograph Nico Neumann von der DSK mbH & Co. KG, Professorin Dr. Katrin Pittius und Professor Dr. Maik Arnold von der Fachhochschule Dresden sowie die studentische Hilfskraft Julia Kleppsch an – hat den im Rahmen der Gruppensitzungen entstandenen „Visions- und Ideenkern“ verdichtet und in fünf Leitbildbausteine übersetzt.

 

Dabei ging es zunächst noch nicht um Ausformulierungen, sondern um eine in Schlagworte gefasste Struktur, die die Grundlage für den ausstehenden Formulierungsprozess bilden wird. Nach Abschluss der Ideenfindungsphase in den Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse zu tragfähigen Schwerpunkten der Stadtentwicklung (Leitbildbausteine) zusammengefasst. Der Leitbildentwurf wurde bewusst in Form eines „Themenbaums“ visualisiert, um den Prozess für alle Mitwirkenden nachvollziehbar zu machen. Anhand des Themenbaumes kann jede*r Akteur*in nachvollziehen, an welcher Stelle ihr/sein Aspekt verortet ist und welcher Ideenkern sich dahinter verbirgt. Nach Abschluss der Ausformulierung der einzelnen Leitbildbausteine und der redaktionellen Bearbeitung des Leitbildes erfolgt dessen Beschlussfassung im Stadtrat und dessen spätere Veröffentlichung.  

 

 


Between Ages: Pilgern als moderne sozialpädagogische Methode

 

Projektleitung: Dipl.-Soz. Karsten König
Projektträger: Erasmus+
Laufzeit: 01.10.2015 bis 30.9.2018

 

Seit 2011 wird in Sachsen das Pilgern als moderne Methode der sozialpädagogischen Arbeit erprobt und entwickelt. Als spezielle Form des „Sozialen Trainingskurses“ werden Maßnahmen erarbeitet, bei denen Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen die übliche Beratungs- und Trainingsumgebung verlassen und sich auf einen längeren Fußmarsch begeben. Diese begleiteten Wege dienen der Reflexion und Selbstwirksamkeitserfahrung und werden mit Arbeitseinsätzen und methodengeleiteten Reflexionen flankiert. So wird den Jugendlichen und jungen Erwachsenen außerhalb ihres gewohnten Lebensumfeldes die Chance zu einer Neuorientierung und einem Neuanfang gegeben.

Das Projekt knüpft an das bereits von Frau Prof. Teichert evaluierte Pilgerprojekt der Sächsischen Jugendstiftung sowie ähnliche Modelle in Frankreich und Belgien an. Die Fachhochschule Dresden hat dabei nicht nur die wissenschaftliche Begleitung des sächsischen „Arbeitsweges“ übernommen. Im Rahmen einer von der EU geförderten Strategischen Partnerschaft (Erasmus-Plus) leitet sie darüber hinaus den Austausch und die Weiterentwicklung verschiedener Projekte zum Pilgern als sozialpädagogische Maßnahme in den vier Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien.

Allgemeines Ziel des Vorhabens ist die (Weiter-) Entwicklung, der Transfer und die Umsetzung von innovativen und bewährten Verfahren im Bereich Jugend bzw. Jugendstrafrecht und NEET (Not in Education, Employment or Training). Im Rahmen des Projektes „BA-Network“ wurde die Forschung zum sozialpädagogischen Pilgern auf europäische Dimension ausgedehnt und Daten aus der langjährigen Erfahrung von Oikoten (Belgien) und Alba (Frankreich) einbezogen. Seit mehr als 20 Jahren führen diese zwei Partner Pilgerprojekte mit straffälligen Jugendlichen durch, die bis zu drei Monate unterwegs sind und mehr als 2000 Kilometer zurücklegen. Aus Italien sind zwei Partner dem Projekt beigetreten: zum einen unterstützt das Justizministerium Italiens bzw. die Abteilung für Jugendjustiz (DGM) die Partner dabei, die anvisierten Ziele zu erreichen und insbesondere den Zugang zu den europäischen Institutionen zu öffnen.

Im Laufe des Projektes sind die beiden italienische OrganisationenL‘Oasi Società Cooperativa Sociale und Associazione Lunghi Cammini in das Projekt eingetreten. Beide entwickeln sozialpädagogische Pilgerwege in Italien und tragen so zur Erprobung der Idee maßgeblich bei.

 

Weitere Informationen auf der Projektwebseite: http://www.betweenages-project.eu/home.html

 

 


HalKoTex – Haltungskorrigierende Textilien

 

Projektleitung: Birgit Mrozik
Projektträger: ZIM, INNtex Innovation Netzwerk
Laufzeit: 01.06.2015 bis 31.05.2018

 

Ziel des im Sommer 2016 gestarteten Projektes „HalKoTex“ ist es, eine Technologie zur Herstellung von strukturelastischer, körpernaher Unterbekleidung zu entwickeln, die aufgrund ihrer funktionalen Gestaltung partiell auf den Bewegungs- und Stützapparat einwirken, den Träger auf bestimmte ungesunde Haltungen hinweist und damit anregt, diese zu korrigieren.

Die Basis dieser Entwicklung bildet die Flachstricktechnik, da diese als einzige Textiltechnologie die Möglichkeit bietet, Bekleidungstextilien auf den Körper angepasst und in einem Arbeitsgang herzustellen.

Durch Sticken oder Aufdrucken von speziellen Tapes oder Patches werden zusätzlich spezielle Zonen eingearbeitet, die zum einen die Bewegungsfreiheit einschränken und dadurch zum anderen die Körperhaltung in einer zuvor festgelegten, gesunden Position erzwingen.

Derzeit laufen Strickversuche und Materialtests u.a. hinsichtlich Dehnung, Flächengewicht, Fallverhalten, Stoffdicke, Komprimierung und Elastizität, um stricktechnische Aussagen zur Bindungstechnik von festen und lockeren Bereichen und entsprechende Materialkombinationen zu erhalten. In einem nächsten Schritt werden Einsatzmöglichkeiten beurteilt und funktionelle Grenzen ausgetestet.

 


 

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