Praxisorientierte Ansätze zur Untersuchung und Begleitung von Übergängen im Lebensverlauf setzen sich mit den Herausforderungen auseinander, die durch verschiedene Lebensphasen entstehen. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die die individuelle Teilhabe und gesellschaftliche Integration fördern.

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Übergänge und Entwicklungen
Die gesellschaftliche Entwicklung wird auf individueller Ebene von Übergängen im Lebensverlauf getragen, von deren Gelingen die Chancen von gesellschaftlicher Teilhabe und Gestaltung abhängen. Zentrale Transitionen sind etwa der Übergang von Kindergarten in Schule, zwischen den Schulebenen, in Ausbildung und Beruf und schließlich in den Ruhestand. Diese unterschiedlichen Lebensphasen fordern immer wieder Anpassungsleistungen, die vor allem dann zu einer gesellschaftlichen Herausforderung werden, wenn persönliche Ressourcen oder institutionelle Unterstützungsmechanismen fehlen.
In diesem Forschungscluster werden die verschiedenen Übergänge im Lebensverlauf untersucht, die für die individuelle gesellschaftliche Teilhabe entscheidend sind. Schwerpunkte sind dabei die Kindheit und Jugend, kritische Lebenskontexte sowie das Lernen im Lebensverlauf. Zudem wird beleuchtet, wie Lebensübergänge be- und verarbeitet werden, sowohl in institutionellen Kontexten wie Unternehmensnachfolge und Personalentwicklung als auch im Alter, wenn es um Berufsausstieg und den Umgang mit dem Tod geht.
Unsere Forschungsprojekte
Evaluation der Maßnahme KOMPAKT Stufenmodell beim Jobcenter Dresden
Die Maßnahme KOMPAKT – „Kompetente Aktivierung von Teilnehmern“ – unterstützt erwerbsfähige Leistungsbeziehende im Raum Dresden durch gezielte Aktivierungs- und Integrationsmaßnahmen. Ziel ist es, die Teilnehmenden durch individuelle Beratung, sozialpädagogische Begleitung und praxisnahe Berufsfelderprobung nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die zweistufige Maßnahmekombination fördert gezielt die Entwicklung von Handlungsalternativen und stärkt die Selbstwirksamkeit. Die begleitende Evaluation untersucht die Wirksamkeit und Umsetzung der Maßnahme anhand qualitativer und quantitativer Methoden. Dabei stehen die Perspektiven der Teilnehmenden im Fokus, während theoretische Modelle wie die Selbstwirksamkeitserwartung oder die Theorie der Übergangsmärkte als Reflexionsrahmen dienen. Das Evaluationsprojekt wird vom Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk Dresden e. V. geleitet und orientiert sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Evaluation.
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Fachkräfterichtlinie zur Fachkräftesicherung im Freistaat Sachsen – Wissenschaftliche Begleitung im Rahmen der Konzeption, Planung, und Vermarktung des DEHOGA-Projekts “HoGa-Nachwuchskräfte: Finden-Binden-Vernetzen”
Das Verbundprojekt der Fachhochschule Dresden (FHD) und des DEHOGA Sachsen e.V. setzt sich aktiv für die Fachkräftesicherung im Hotel- und Gaststättengewerbe ein. Ziel ist es, die Attraktivität gastgewerblicher Berufe zu steigern, junge Talente zu gewinnen und Unternehmen mit potenziellen Fachkräften zu vernetzen. Ob Jugendliche, Quereinsteiger:innen oder internationale Interessierte – das Projekt bietet nachhaltige Lösungen zur Fachkräftegewinnung. Durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen und die Vermittlung von Praktika wird der Einstieg in die Branche erleichtert und langfristige Perspektiven geschaffen. So wird nicht nur dem Fachkräftemangel entgegengewirkt, sondern auch die Zukunft der Branche gesichert.
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Richtlinie Fachkräfte – Machbarkeitsanalyse zu Hochschul‐Praxis‐Lehrzentren im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge in Tourismuswirtschaft
Wie können Hochschulen und Unternehmen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge enger zusammenarbeiten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? Die Machbarkeitsanalyse zu Hochschul-Praxis-Lehrzentren untersucht die Potenziale und Umsetzungsmöglichkeiten für Kooperationen in den Bereichen Tourismuswirtschaft, Marketing, Eventwirtschaft sowie Pflege- und Gesundheitswesen. Durch eine umfassende Bedarfsanalyse mittels Onlinebefragungen und Interviews werden strukturelle Herausforderungen und spezifische regionale Bedürfnisse identifiziert. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu nutzen und die Fachkräftegewinnung nachhaltig zu stärken.
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Between Ages: Pilgern als moderne sozialpädagogische Methode
Das Projekt nutzt das Pilgern als innovativen Ansatz zur Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in schwierigen Lebenssituationen. Durch den begleiteten Fußmarsch erfahren die Teilnehmer Reflexion und Selbstwirksamkeit und erhalten die Chance, sich außerhalb ihres gewohnten Umfeldes neu zu orientieren. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern durchgeführt wird, fördert die Weiterentwicklung sozialpädagogischer Maßnahmen und erweitert die erfolgreiche Methode auf internationaler Ebene.
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RENYO: Re-engaging young offenders with education and learning
Das Projekt RENYO setzt sich mit der Frage auseinander, wie straffällige Jugendliche wieder in Bildung und Lernprozesse integriert werden können. Durch die Methode „Authentic Inquiry“ werden persönliche Interessen der Jugendlichen als Ausgangspunkt für ihre Lernprozesse genutzt, um so eine tiefere Motivation und langfristige Perspektiven zu fördern. Unterstützt durch digitale Lerninfrastrukturen wird der Zugang zu Bildung erleichtert und ein nachhaltiger Lernprozess über die Projektlaufzeit hinaus gewährleistet.
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HalKoTex – Haltungskorrigierende Textilien
Das Projekt hat eine Technologie zur Herstellung haltungsunterstützender Textilien entwickelt, die durch gezielte Einwirkung auf den Bewegungsapparat den Träger auf ungesunde Haltungen hinweist und zur Korrektur anregt. Mit der innovativen Flachstricktechnik wurden körpernahe Unterbekleidungen produziert, die eine gesunde Körperhaltung fördern.
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