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RENYO: Re-engaging young offenders with education and learning

Junge Straftäter*innen an Bildung und Lernen beteiligen

Projektteam: Prof. Dr. Yvonne Knospe, Dr. Karsten König
Projektträger:  Europäische Kommission / Erasmus+
Laufzeit: 01.11.2018 – 31.10.2021

Fördersumme: 60.000 EUR

 

 

In einem europäischen Projekt untersucht die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaft interessenbasierte Lehr- und Lernmethoden als eine Möglichkeit, straffällige Jugendliche wieder für Schule und Ausbildung zu gewinnen. Ziel der Methode „Authentic inquerey“ ist es, persönliche Interessen junger Menschen zu identifizieren, die als Ausgangspunkt für Lernprojekte dienen können. Bei dieser Methode erzählen die Lernenden von ihren Interessen und erklären diese mit Hilfe von Gegenständen wie Postern, Naturprodukten oder Kunstgegenständen. Im Rahmen dieser Erzählungen werden die persönlichen Ideen und Gedanken der Lernenden für die Lerngruppe bedeutsam und können so zum Ausgangspunkt von Lernprozessen werden.

 

Das Projekt wird durch eine digitale Infrastruktur unterstützt, die den Lernweg (sowohl der Lehrenden, als auch der lernenden junge Straftäter) erleichtert. Materialien und Best-Practice-Beispiele können online bereitgestellt werden, Lernprozesse online diskutiert und unterstützt und Lernfortschritte dokumentiert werden.

 

Das Projekt “Re-engaging young offenders with education and learning” wird vom Institut für Higher Education an der Universität Gloucestershire in Cheltenham (England) geleitet und gemeinsam mit den Projektpartnern Foundacion Diagrama in Murcia, Spanien, CESIE in Trappeto, Italien und Learning Emergence Partners in Peebleshire, England durchgeführt. Im Rahmen des Projektes werden Pädagoginnen und Pädagogen insbesondere im Kontext der Straffälligenarbeit in der Methode „Authentic Inquery“ trainiert und die Erfahrungen dokumentiert.

 

Projektwebseite:

https://skills4youth.eu/

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2018-1-UK01-KA202-048100

 

Partner:

http://www.glos.ac.uk

http://www.fundaciondiagrama.es

http://www.cesie.org

http://www.learningemergence.com/about-us/

 

Das Projekt knüpft inhaltlich an das von der FHD geleitet Projekt zum sozialpädagogischen Pilgern mit straffälligen jungen Menschen an.

 

 

Latest News

 

Prof. Dr. Karsten König und Prof. Dr. Yvonne Knospe leiteten zusammen am 12.10.2021 einen der elf Workshops auf der dreitägigen virtuellen Europäischen Konferenz für Soziale Arbeit 2021 http://ifsw2021.eu/. Sie stellten die Lernmethode Authentic Inquiry vor, welche sie im Erasmus+-Projekt RENYO erforschen https://skills4youth.eu/. Die Teilnehmenden erprobten einige Aspekte im Kontext der Arbeit mit jungen Straftätern. Obwohl die Sozialarbeit im Strafvollzug in Europa eine lange Tradition hat, wurde erörtert, dass nach wie vor ein großer Bedarf an einem Lernumfeld besteht, das auf Respekt und Anerkennung beruht.

 

Nach knapp dreijähriger intensiver Arbeitszeit präsentieren europäische Forscher*innen aus dem Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien Beweise für die Wirksamkeit von interessenbasiertem Lernen für junger Straftäter*innen.

In dem von der EU geförderten Projekt RENYO (Re-engaging young offenders with education and learning) wird das Ziel verfolgt, Pädagog*innen und Sozialarbeiter*innen auszubilden, um junge Straffällige wieder mit Bildung und Lernen in Kontakt zu bringen und sie an ihren Lernprozessen teilnehmen zu lassen. Im Projekt entwickelten die Wissenschaftler*innen zusammen mit Praktiker*innen ein Training, basierend auf der Methode „authentic inquiry“, wie pädagogische als auch sozialpädagogische Fachkräfte ausgebildet werden können, wie mit Barrieren umgegangen werden kann und wie junge Menschen durch Bildung und Lernen eine Perspektive für ein straffreies und erfülltes Leben entwickeln können.

Der Fokus in der dreijährigen Projektlaufzeit lag darauf (1) Die Lehrkräfte zu unterstützen, Straffällige Jugendliche wieder mit Bildung und Lernen in Kontakt zu bringen, (2) Fachkräfte in den geschlossenen JVA’s auszubilden, mit Hilfe der ‚authentic inquiry‘ näher an die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen, bezüglich Bildung und Lernen, heranzutreten, (3) digitales Lernen zu fördern, um auch nach dem Abschluss des Projektes, den Zugriff auf Bildung zu ermöglichen und (4) die erreichten Ziele zu veröffentlichen, um so für die Nachhaltigkeit dieses Projektes zu sorgen.

Die Methode „authentic inquiry“ beruht auf acht Schritten, die sowohl eine Struktur für Lernprozesse gibt, als auch die Interessen der Lernenden einbezieht und letztlich ebenfalls die Umsetzung vorgegebener Lerncurricula erleichtert.

 

Weiter Informationen zum interessenbasierten Lernen junger Straftäter*innen, Filmmaterial und deutschsprachige Trainingsmaterialien finden Sie unter:

https://skills4youth.eu/?lang=de

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