Ein Studium nach der Ausbildung ist eine vielversprechende Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und langfristige Karrierechancen zu verbessern. An der Fachhochschule Dresden (FHD) sind die Bedingungen dafür besonders günstig: Mit oder ohne Abitur, berufsbegleitend oder in Vollzeit – zahlreiche Wege stehen offen. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Zugangsvoraussetzungen, Möglichkeiten und Finanzierungsmodelle es gibt und wie du Schritt für Schritt ins Hochschulstudium einsteigen kannst.
Warum studieren nach der Ausbildung?
Ein Studium eröffnet dir neue Perspektiven:
- Du verbesserst deine Qualifikationen
- Du verbindest praxisnahes Wissen mit theoretischem Know-how
- Du erschließt neue Berufsfelder
- Du erreichst Positionen mit mehr Verantwortung und besseren Verdienstmöglichkeiten
FHD-Vorteil: "Die Kombination aus beruflicher Ausbildung und akademischem Studium wird an der FHD besonders geschätzt – sie schafft eine starke Grundlage für individuelle Karrierewege."
Jetzt informieren: Studieren ohne Abitur an der FHD
Wer darf studieren? Zugang mit und ohne Abitur
Klassischer Zugang: Abitur oder Fachhochschulreife
Mit Abitur, Fachhochschulreife oder einem vergleichbaren Schulabschluss kannst du dich direkt für einen Studiengang bewerben – bei der FHD ganz unkompliziert und ohne NC.
Alternativer Zugang: Studium ohne Abitur
Auch ohne schulische Hochschulreife kannst du an der FHD zugelassen werden, wenn du:
- eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hast,
- mindestens drei Jahre Berufspraxis mitbringst
- und eine Hochschulzugangsprüfung an der FHD bestehst
Alternativ qualifizieren auch:
- ein Meisterbrief oder eine andere Aufstiegsfortbildung (z. B. Fachwirt:in, Techniker:in)
- bestimmte Fachschulabschlüsse (z. B. staatlich anerkannter Erzieherin)
Studiengänge & Formate: So studierst du an der FHD
Die Fachhochschule Dresden (FHD) bietet ein breit gefächertes, staatlich anerkanntes Studienangebot, das sich klar an den Anforderungen des Berufsmarkts orientiert. Insgesamt gliedert sich das Studienangebot in drei zentrale Fakultätn: Design, Betriebswirtschaft und Angewandte Sozialwissenschaften.
In der Fakultät Design stehen praxisorientierte und kreative Studiengänge wie Grafikdesign Screen- & Printmedia sowie Digital Media Design zur Auswahl. Beide Programme kombinieren gestalterische Grundlagen mit digitalen Medienkompetenzen und bereiten gezielt auf die Anforderungen in Agenturen, Verlagen oder digitalen Medienhäusern vor.
Die Fakultät Betriebswirtschaft umfasst Studiengänge wie Business Administration und Tourismus & Event Management. Diese Programme richten sich sowohl an Personen mit kaufmännischer Vorbildung als auch an Quereinsteiger, die ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vertiefen und sich für Führungsaufgaben qualifizieren möchten. Besonders im Bereich Tourismus & Event steht die Verbindung aus wirtschaftlichem Know-how und kreativem Projektmanagement im Fokus.
In der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften bietet die FHD Studiengänge wie Sozialpädagogik & -management, Berufspädagogik für Pflege- & Gesundheitsberufe und sowie Pflege- & Gesundheitsmanagement an. Diese Programme richten sich vorrangig an Personen mit pädagogischer oder pflegerischer Vorbildung, etwa an staatlich anerkannte Erzieherinnen, Heilerziehungspflegerinnen oder Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, die ihre berufspraktische Erfahrung akademisch fundieren und sich für Leitungsfunktionen qualifizieren wollen.
Studieren an der FHD ist in verschiedenen Formaten möglich. Das klassische Vollzeitstudium dauert in der Regel sechs bis sieben Semester und richtet sich an Personen, die sich vollständig auf ihr Studium konzentrieren können. Für Berufstätige oder Menschen mit familiären Verpflichtungen bietet die Hochschule außerdem berufsbegleitende Studiengänge an. Diese sind so organisiert, dass sie sich mit einer Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung vereinbaren lassen – etwa durch Blockveranstaltungen, kompakte Präsenzzeiten am Wochenende oder abendliche Vorlesungseinheiten.
Ein zentrales Merkmal aller Studiengänge an der FHD ist der hohe Praxisbezug. Die Lehre findet in kleinen Gruppen statt, wodurch individuelle Betreuung und persönliches Feedback möglich sind. Projektarbeiten, Fallstudien, Praxisphasen und enge Kooperationen mit regionalen Unternehmen und sozialen Einrichtungen sorgen dafür, dass das im Studium erworbene Wissen direkt mit beruflicher Praxis verknüpft wird. Auf diese Weise bereitet die FHD ihre Studierenden gezielt auf konkrete Anforderungen im Berufsleben vor – unabhängig davon, ob sie direkt nach der Ausbildung oder nach mehreren Jahren Berufspraxis ins Studium einsteigen.
Das richtige Fach finden
Nach einer Ausbildung fällt die Wahl des Studienfachs oft leichter, da bereits Erfahrungen in einem bestimmten Berufoder einer Branche vorliegen. Dennoch ist eine fundierte Entscheidung wichtig.
Tipps zur Studienwahl:
- Analysiere deine Interessen und Fähigkeiten
- Berücksichtige berufliche Ziele und Zukunftsperspektiven
- Nutze Angebote wie Hochschulinformationstage, Studienberatung oder Online-Tests
- Sprich mit Menschen, die in dem Bereich tätig sind
Ein Studium sollte sowohl zu deiner Berufspraxis als auch zu deinen langfristigen Karrierezielen passen.
Finanzierung des Studiums nach der Ausbildung
Die Frage der Finanzierung ist für viele Menschen, die sich für ein Studium nach der Ausbildung entscheiden, zentral. Im Gegensatz zu klassischen Schulabsolvent*innen, die direkt im Anschluss an das Abitur studieren, verfügen viele dieser Studierenden bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung, sind finanziell unabhängig, haben unter Umständen eine eigene Wohnung, familiäre Verpflichtungen oder Kinder. Ein unbezahltes Vollzeitstudium ist in solchen Fällen häufig schwer realisierbar – umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit den verschiedenen Finanzierungsoptionenauseinanderzusetzen.
BAföG – auch nach der Ausbildung möglich
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) stellt eine der wichtigsten staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Studierende dar. Auch wer bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen BAföG erhalten. Entscheidend für die Förderung sind unter anderem:
- das Alter der Antragsteller*innen (i. d. R. unter 30 Jahren bei Beginn des Bachelorstudiums, Ausnahmen möglich),
- das Einkommen und Vermögen der Studierenden und ggf. ihrer Eltern oder Ehepartner*innen,
- sowie die Art des Studiengangs (z. B. erste Hochschulausbildung).
Bei einem berufsbegleitenden Studium wird in der Regel kein klassisches BAföG gewährt, da dieses für Vollzeitstudiengänge vorgesehen ist. Wer jedoch sein Erwerbsverhältnis für das Studium reduziert oder aufgibt, kann durchaus antragsberechtigt sein. Es empfiehlt sich, vorab ein persönliches Gespräch mit dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung zu führen.
Aufstiegs-BAföG – speziell für beruflich Qualifizierte
Wer eine Aufstiegsfortbildung wie den Meister, Techniker, Fachwirt oder eine vergleichbare Qualifikation abgeschlossen hat, kann im Rahmen des sogenannten Aufstiegs-BAföG (ehemals „Meister-BAföG“) finanziell gefördert werden. Anders als das klassische BAföG richtet sich dieses Programm explizit an beruflich Qualifizierte, die sich durch eine Fortbildung und/oder ein anschließendes Studium weiterentwickeln wollen.
Ein großer Vorteil des Aufstiegs-BAföG: Es ist unabhängig vom Einkommen der Eltern und bietet sowohl Zuschüsseals auch zinsgünstige Darlehen. Gefördert werden nicht nur Fortbildungen selbst, sondern unter bestimmten Umständen auch ein weiterführendes Studium, wenn dieses in engem Zusammenhang mit der vorherigen Qualifikation steht.
Stipendien – Förderung für Engagierte und Berufserfahrene
Neben staatlichen Förderprogrammen gibt es eine Vielzahl von Stipendien, die gezielt Menschen mit Berufserfahrung, überdurchschnittlicher Motivation oder besonderen Lebensumständen ansprechen. Die Bewerbung ist meist mit einem gewissen Aufwand verbunden, kann sich aber lohnen – sowohl finanziell als auch für die persönliche und fachliche Vernetzung.
Relevante Stipendienprogramme sind beispielsweise:
- das Deutschlandstipendium, das Leistung und gesellschaftliches Engagement gleichermaßen honoriert,
- die Angebote des Netzwerks StipendiumPlus, zu dem u. a. die Studienstiftung des deutschen Volkes gehört,
- sowie das Aufstiegsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB), das sich speziell an Menschen richtet, die nach der Ausbildung beruflich erfolgreich waren und nun ein Studium aufnehmen möchten.
Das Aufstiegsstipendium richtet sich an Fachkräfte mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung und einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die im Studium überdurchschnittliche Leistungen erwarten lassen. Es bietet bis zu 934 Euro monatlich (plus 80 Euro Büchergeld) im Vollzeitstudium und ist auch im Teilzeitformat möglich.
Arbeiten neben dem Studium – Werkstudentenmodell & Nebenjobs
Für viele ist eine Teilfinanzierung durch Arbeit im Studium eine praktikable Lösung. Gerade wer bereits in einem bestimmten Berufsfeld tätig war, kann seine Kompetenzen gezielt einsetzen – zum Beispiel durch eine Tätigkeit als Werkstudent*in oder in einem Teilzeitjob im bisherigen Berufsfeld. Das bringt nicht nur Einkommen, sondern hilft auch, den beruflichen Anschluss nicht zu verlieren und frühzeitig Netzwerke für die Zeit nach dem Studium aufzubauen.
Werkstudentenstellen sind besonders beliebt, weil sie oft auf Studierende zugeschnitten sind und sich gut mit dem Stundenplan vereinbaren lassen. Dabei gelten spezielle Regelungen zur Sozialversicherung, was die Arbeit attraktiver macht als klassische Minijobs.
Studienkredite – Finanzierung mit Verantwortung
Wenn weder BAföG noch ein Stipendium oder Nebenjob ausreichen, kann ein Studienkredit eine letzte Option sein, um das Studium zu ermöglichen. In Deutschland bietet beispielsweise die KfW-Bankengruppe einen speziellen Studienkredit an, der unabhängig vom Einkommen vergeben wird und flexible Rückzahlungsmodelle bietet. Auch einige private Banken oder Sparkassen führen entsprechende Programme.
Ein Studienkredit sollte jedoch mit großer Sorgfalt und realistischem Finanzplan gewählt werden. Vor Vertragsabschluss ist es ratsam, die Zinsbedingungen und Rückzahlungsfristen genau zu prüfen – denn ein Kredit kann zwar finanziellen Spielraum schaffen, führt aber zu einer langfristigen finanziellen Verpflichtung.
Tipps für einen erfolgreichen Studienstart
- Nimm dir Zeit für die Auswahl des Studiengangs
- Informiere dich gründlich über Zugang und Zulassung
- Nutze Berufsberatung und Hochschulberatung
- Kläre frühzeitig die Finanzierung
- Tausche dich mit anderen aus, die den gleichen Weg gegangen sind
- Besuche Veranstaltungen zur Studienorientierung
Beispiele für passende Studiengänge nach der Ausbildung
Je nach Vorbildung und Berufspraxis bieten sich verschiedene Studienfächer an:
- Soziale Arbeit nach Ausbildung in Erziehung oder Pflege
- Wirtschaftsingenieurwesen nach technischer Ausbildung
- Betriebswirtschaftslehre (BWL) nach kaufmännischer Ausbildung
- Medizin oder Pflegewissenschaften nach Ausbildung im Gesundheitswesen
- Informatik nach IT-Berufen
- Pädagogik nach erzieherischer Tätigkeit
Die Auswahl hängt von deinem bisherigen Weg, deinem Interesse und den Zugangsvoraussetzungen ab.
Fazit: Dein Weg ins Studium nach der Ausbildung
Ein Studium nach der Ausbildung ist kein Ausnahmefall mehr, sondern ein anerkannter und attraktiver Weg in vielen Branchen. Ob mit oder ohne Abitur, ob Vollzeit, dual oder berufsbegleitend – wer den Schritt wagt, profitiert von besseren Karrierechancen, erweitertem Wissen und langfristigen beruflichen Perspektiven.
Wichtig ist eine gründliche Vorbereitung: Informiere dich über deine Zulassungsvoraussetzungen, wähle das passende Studienfach, plane deine Finanzierung und mach dich mit dem Hochschulsystem vertraut.
Nutze deine berufliche Erfahrung als Stärke – und starte durch in ein neues Kapitel deiner Karriere!
Bereit für den nächsten Schritt? Informiere dich jetzt über deine Studienmöglichkeiten nach der Ausbildung an der Fachhochschule Dresden – und vereinbare direkt einen individuellen Beratungstermin
