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KOMPAKT-Stufenmodell: Evaluation abgeschlossen – Maßnahme überzeugt mit wirksamer Unterstützung bei komplexen Problemlagen

Mit einer Präsentation der zentralen Evaluationsergebnisse auf einer Abschlussveranstaltung unter Beteiligung der Koordinator*innen aller sieben Maßnahmeträger sowie dem Jobcenter Dresden ist das zweijährige Evaluationsprojekt zum KOMPAKT-Stufenmodell offiziell beendet worden. Die Evaluation wurde von der Fachhochschule Dresden unter Leitung von Prof. Dr. Alexandra Geisler (Professur für Allgemeine Sozialpädagogik) und dem akademischen Mitarbeiter Jonas Gelbrich durchgeführt. Ziel war es, die Wirksamkeit und Qualität der Maßnahme zur beruflichen Eingliederung von erwerbsfähigen Leistungsbeziehenden im Einzugsbereich des Jobcenters Dresden fundiert zu untersuchen – und dabei auch konkrete Potenziale zur Weiterentwicklung aufzudecken.

Die Maßnahme richtet sich an Menschen mit komplexen und kumulierten Vermittlungshemmnissen, etwa Langzeitarbeitslose, gesundheitlich beeinträchtigte Personen oder Migrant*innen. Sie umfasst bis zu 320 Teilnehmer*innenplätze und gliedert sich in zwei flexibel kombinierbare Stufen: M1 (Aktivierung und Heranführung) und M2 (Qualifizierung und Integration). Getragen wird das Modell von einer Bietergemeinschaft aus sieben erfahrenen Dresdner Bildungsträgern unter der Koordination des Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerkes (SUFW).

Zentrales Merkmal der Maßnahme ist der ganzheitliche Ansatz: Neben der fachlichen Qualifizierung spielen sozialpädagogische, sozialintegrative und psychologische Begleitung eine zentrale Rolle. Individuelle Potenzialanalysen, praxisnahe Berufsfelderprobungen und intensive Einzelcoachings stärken die Beschäftigungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit der Teilnehmer*innen. Ziel ist eine nachhaltige (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt – abgestimmt auf die jeweilige Lebenssituation. Die Evaluation basierte auf dem Vier-Ebenen-Modell sowie dem New-World-Kirkpatrick-Modell. Im Rahmen der Untersuchung wurden quantitative Daten (z. B. aus Online-Befragungen, statistische Datenerfassung der Teilnehmer*innen) und qualitative Erkenntnisse (z. B. aus Fokusgruppen, leitfadengestützten Interviews) in einem Methodenmix systematisch erhoben. Insbesondere die leitfadengestützten Interviews mit Maßnahmenteilnehmer*innen sowie die Fokusgruppeninterviews mit den Fachkräften der unterschiedlichen Professionen der Bietergemeinschaft, die an der FHD durchgeführt wurden, gaben vertiefte Einblicke in die Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmer*innen und der Praktiker*innen vor Ort und lieferten konkrete Hinweise auf Wirkfaktoren und Verbesserungspotenziale.

Die Ergebnisse der Evaluation sprechen eine klare Sprache: Die Maßnahme wird von den Teilnehmer*innen zu meist positiv bewertet. Viele berichten von gesteigerter Motivation, besserer Selbstorganisation und neuen beruflichen Perspektiven. Die enge persönliche Begleitung und die passgenauen Unterstützungsangebote werden besonders geschätzt. In einer Vielzahl von Fällen wurden Übergänge in Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung realisiert. Auch aus Sicht der beteiligten Fachkräfte bestätigt sich die Relevanz und Wirkung des KOMPAKT-Stufenmodells. Die Kombination aus niedrigschwelliger Ansprache, verlässlicher Betreuung und praxisnahen Elementen ermöglicht echte Entwicklungsschritte – selbst bei Teilnehmer*innen mit komplexen Ausgangslagen. Die qualitative Analyse zeigt, dass das Modell dort erfolgreich ansetzt, wo klassische arbeitsmarktpolitische Programme häufig nicht greifen. Insgesamt liefert die Evaluation fundierte Erkenntnisse zur Qualität und Wirksamkeit des KOMPAKT-Stufenmodells und unterstreicht seinen Stellenwert als wichtiger Baustein für eine soziale und nachhaltige Arbeitsmarktintegration.

Ein besonderer Dank gilt den sieben Trägern der Bietergemeinschaft sowie dem Jobcenter Dresden für die konstruktive Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen während des gesamten Evaluationsprozesses.    

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