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Exmatrikulationsfeier der Fachhochschule Dresden

Kinga Nagy, B.A.

Worum ging es in deiner Bachelorarbeit und was dich dazu bewogen hat, dieses Thema zu wählen?

In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema ‚Das Fehlen von Bildern‘ auseinandergesetzt und untersucht, wie Filmschaffende mit dieser besonderen Herausforderung umgehen können. Der Film lebt primär davon, Geschichten sichtbar zu machen – doch was passiert, wenn man zu bestimmten Themen oder Orten schlichtweg keinen Zugang hat und somit auch keine eigenen Bilder produzieren kann? Ich wollte herausfinden, welche gestalterischen Wege es gibt, um solche Leerstellen für die Zuschauer:innen dennoch zugänglich und erlebbar zu machen. Konkret motiviert hat mich dazu die Insel Trischen: Da dort ein striktes Betretungsverbot herrscht, konnte ich keine eigenen Aufnahmen vor Ort machen. Ich musste also Wege finden, die Geschichte der Insel zu erzählen und zu zeigen, ohne sie physisch betreten zu können. Diese Limitierung war der Auslöser, nach neuen narrativen Lösungen für das Unsichtbare zu suchen.

Wenn du auf die Zeit nach deinem Studium zurückblickst: Wie hat sich dein beruflicher Weg seitdem entwickelt? Und was begeistert dich aktuell am meisten an deiner Tätigkeit?

Mein beruflicher Weg hat bereits während des Studiums begonnen. Ab Oktober 2022 konnte ich als Werkstudentin im Bereich Grafik- und Mediendesign arbeiten und bis zu meinem Abschluss im März 2025 wichtige Erfahrungen in einem professionellen Umfeld sammeln. Diese Praxiszeit hat mich, zusammen mit den Inhalten aus dem Studium, gut auf meine jetzige Tätigkeit als Mediendesignerin vorbereitet.
In meinem aktuellen Job bin ich vor allem für Video- und Animationsprojekte zuständig, übernehme aber auch Aufgaben im Grafikdesign. Besonders gut gefällt mir die Vielfalt der Projekte und der kreative Spielraum, den ich dabei habe.

Hast du dir am Anfang des Studiums eine solche Wunschtätigkeit vorgestellt?

Zu Beginn des Studiums galt mein Interesse noch stärker der Game-Entwicklung. Das Erzählen von Geschichten hat mich allerdings schon immer begleitet: durch meine Leidenschaft für die Fotografie. Im Laufe des Studiums hat sich dieser Fokus auf das visuelle Erzählen deutlich vertieft und in Richtung der Filmschaffung entwickelt. Dabei kam auch meine künstlerische Seite immer mehr zum Vorschein. Das Studium hat mir letztlich gezeigt, in welche Richtung ich mich beruflich und kreativ entwickeln möchte. Auch in Zukunft möchte ich neben meiner aktuellen Tätigkeit weiterhin eigene künstlerische Filmprojekte realisieren.

Welche Erwartungen hattest du an das Studium und wurden sie erfüllt?

Ich hatte keine festen Erwartungen an das Studium. Ich habe mich vor allem auf die Zeit an der Hochschule gefreut und gehofft, viele kreative Projekte umsetzen zu können. Das hat sich auch
absolut bestätigt: Wir hatten im Studium viel Raum, um gestalterisch zu arbeiten und eigene Ideen auszuprobieren.

Was sollte man für ein Studium in dieser Richtung deiner Meinung nach mitbringen?

Meiner Meinung nach sollte man vor allem viel Neugier und Offenheit mitbringen. Da kreative Prozesse auch mal herausfordernd sein können, ist zudem ein gewisses Durchhaltevermögen wichtig, um an seinen Ideen dranzubleiben.

Was ist die wertvollste Erfahrung aus deiner Zeit als Studentin?

Für mich lässt sich das Studium nicht auf einen einzelnen Moment reduzieren; vielmehr war die gesamte Zeit eine wertvolle Erfahrung mit vielen verschiedenen Phasen, an denen ich gewachsen bin. Das gesamte Studium als Prozess hat mich sowohl fachlich als auch persönlich geprägt und weitergebracht.

Was hat dir am meisten Spaß gemacht – welche Momente sind dir im Gedächtnis geblieben?

Am meisten Spaß hat mir tatsächlich die Arbeit an meiner Bachelorarbeit gemacht. Sie war für mich deshalb so bereichernd, weil ich alles kombinieren konnte, was mich ausmacht: das künstlerische Arbeiten, die Kameraarbeit und das Erzählen von Geschichten. In diesem einen Projekt kam alles zusammen, was ich gerne mache. Ein besonderes Highlight war dabei die Reise zur wunderschönen Insel Trischen sowie die Begegnungen mit den Menschen und alles, was ich währenddessen und auch danach noch erleben durfte.

  FHD-Absolventin, Kinga Nagy