Zwei Frauen sprechen an einem Whiteboard über einen Feedbackprozess. Die FHD unterstützt Gründerinnen mit einem Stipendium im Rahmen des Programms EXIST Women.

Validierungsprojekt HoloSpaceXR

Zukunft hybrider Meetings neu gedacht

Förderlogo: EFRE‑Label – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Einsatz zur Validierung digitaler XR-Technologien an der FH Dresden

Die Fachhochschule Dresden (FHD) startet mit dem innovativen Validierungsprojekt HoloSpaceXR einen wegweisenden Schritt in Richtung hoch immersive Zusammenarbeit. Im Rahmen der EFRE-Förderung „Validierungsförderung 2021–2027“ will das Team unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Marius Brade gemeinsam mit Natalie Lehnart, Nicos Lentzsch, Cora Marie Lenz und Otto Maurer bahnbrechende XR-Technologien für hybride Meetings entwickeln und validieren.

Die EFRE-Validierungsförderung 2021–2027 unterstützt sächsische Forschungseinrichtungen mit bis zu 90 % Zuschuss dabei, innovative Forschungsergebnisse für die wirtschaftliche Anwendung zu testen und weiterzuentwickeln. Ziel ist die Stärkung des Technologietransfers und die Förderung zukunftsweisender Innovationen im Freistaat Sachsen.

Projektziel: Gleichwertige Meeting-Erfahrungen – unabhängig vom Standort

HoloSpaceXR verfolgt das Ziel, physische und virtuelle Welten in Echtzeit zu verschmelzen. VR- und AR-Technologien sollen es ermöglichen, dass entfernt zugeschaltete Teilnehmende als interaktive Avatare in den realen Raum integriert werden – inklusive räumlich realitätsnaher Klangkulisse („spatial audio“).

Vorteile gegenüber herkömmlicher Videokonferenztechnik

Die Initiative setzt genau dort an, wo klassische hybride Meetings Schwächen zeigen: mangelnde Beteiligung, erschwerte nonverbale Kommunikation und reduzierte Interaktionsmöglichkeiten für remote Teilnehmende. HoloSpaceXR möchte diese Herausforderungen durch immersives XR, realitätsgetreue Raumabbildung und ein neuartiges Interaktionsdesign kompensieren und so Meetings auf Augenhöhe ermöglichen.

Von der Vorstudie zum validierten Prototyp

Als technologische Grundlage dient das Vorprojekt „VR‑Minilab“ des New Work Design Lab, in dem eine Synchronisation realer Räume mit virtuellen Avataren bereits demonstriert wurde. Darauf aufbauend entwickelt das Team nun Multi‑User-Applikationen sowie Prototypen für VR-Brillen und führt anschließend gezielte Validierungen durch.

Breite Validierungsziele

Das Projekt verfolgt vier zentrale Erfolgsparameter:

  • Marktvalidierung, unter anderem gemessen am NPS‑Score (Ziel: 7–10)

  • Technische Validierung der Prototypen

  • Geschäftsmodellentwicklung inkl. Finanzplan

  • Evaluierung des technischen Reifegrads

Nachhaltiger Impact und neue Märkte

Ein zusätzlicher Fokus liegt auf CO₂-Reduktion durch weniger Dienstreisen – ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz. Potenzielle Einsatzfelder sind u. a. Corporate Collaboration, Bildung, Training und Eventkommunikation. Die innovative Brückenfunktion zwischen realer und virtueller Präsenz verschafft Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile in der zunehmend hybriden Arbeitswelt.

Fazit

Mit dem Projekt HoloSpaceXR leistet die Fachhochschule Dresden einen praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung hybrider Zusammenarbeit. Durch die Verbindung von XR-Technologie, nutzerzentriertem Design und validierter Anwendung sollen neue Impulse für moderne Arbeits- und Kommunikationsformen geschaffen werden – mit besonderem Fokus auf Anwendbarkeit, Nachhaltigkeit und Technologietransfer im sächsischen Innovationsraum.

Vorprojekt VR‑Minilab – Überblendung eines realen physischen Raums mit deckungsgleicher Geometrie im virtuellen Raum (Sicht durch VR‑Brille) im Rahmen des Validierungsprojekts HoloSpaceXR

Abbildung 1: Vorprojekt “VR-Minilab”: physischer Raum im rechten Teil hier überblendet dargestellt mit deckungsgleicher Geometrie aber anderem Aussehen im Virtuellen Raum (Sicht eines Nutzers mit VR-Brille). 

Zielsetzung HoloSpaceXR – physisches Meeting links und Ansicht einer remote zugeschalteten Person rechts; digital eingeblendete Teilnehmende und Objekte in Türkis, alle mit Digitalbrille

Abbildung 2: Zielsetting im Validierungsprojekt: Meeting vor Ort (links) sowie die dazu passende Ansicht einer remote zugeschalteten Person (rechts). Türkis dargestellte Menschen und Objekte sind digital eingeblendet. Alle Teilnehmer haben eine Digitalbrille auf, mit welcher sie sowohl den realen Raum sehen können, als auch digital eingeblendete Dinge.