Von diesem Platz aus führte uns der Weg zum antiken Amphitheater von Durrës. Es stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und gehört zu den größten römischen Amphitheatern auf dem Balkan. Einst bot es Platz für bis zu 20.000 Zuschauer. Die Ausgrabungsarbeiten konnten bis heute jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen werden.

Unser Weg führte uns durch palmengesäumte Boulevardstraßen bis in die Nähe der Hafenanlage. Von hier aus bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Italien, unter anderem nach Bari und Ancona.
Ein eindrückliches historisches Erbe von Durrës ist die Stadtmauer im Südwesten, die an das Amphitheater und die Moschee angrenzt und auf diesem Abschnitt besonders gut erhalten ist. Die Befestigungsanlage wurde in mehreren Ausbauphasen in römischer Zeit und über Jahrhunderte hinweg ausgebessert, da die Stadt gerade im Mittelalter heftig umkämpft war. Die Venezianer errichteten im 15. Jahrhundert auch eine Festung, die sich oberhalb des Amphitheaters befindet. Die Mauer endet seeseitig in einem massiven Turm aus venezianischer Zeit (14. Jahrhundert). Heute ist darin eine kleine Multimedia-Ausstellung zur Stadtgeschichte untergebracht.
Im Anschluss wurde an der Strandpromenade "Volga" deutlich, wie sehr sich die Stadt im Wandel befindet: Neue Hotels entstehen, Restaurants und Cafés reihen sich aneinander und Durrës entwickelt sich zunehmend zu einem touristischen Hotspot an der Adriaküste.
Der Abend stand den Studierenden zur freien Verfügung, um den Ort noch weiter zu erkunden und das Flair zu genießen.
Zeit für Reflexion & Fazit der Studienfahrt
Am Ende unserer Reise ließen unsere Studierenden ihre Eindrücke Revue passieren: Was habe ich gelernt? Welche neuen Perspektiven habe ich gewonnen? Und wie habe ich den Austausch mit der Barleti Universität erlebt?
Eine wichtige Erkenntnis war, wie wertvoll der direkte internationale Austausch ist. Die Einblicke in den Studienalltag an einer Partnerhochschule, die Gespräche mit Studierenden vor Ort und die praxisnahen Erfahrungen haben bei vielen das Interesse am internationalen Austausch geweckt und den ein oder anderen für einen Auslandsaufenthalt begeistert.
Auch auf institutioneller Ebene war die Reise ein voller Erfolg: Die Zusammenarbeit mit der Barleti Universität konnte weiter gefestigt und konkrete Möglichkeiten für zukünftige Austauschformate – wie Auslandssemester oder Praktika – wurden vertieft. Auch unsere Mitarbeiterinnen konnten sich fachlich mit den Mitarbeitern der Partneruniversität austauschen und weiterbilden.
Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Tagen viel über Albanien als Land erfahren: Durch die Besuche bei der GIZ und der Deutschen Botschaft wurde besonders deutlich, wie sich Albanien politisch und wirtschaftlich entwickelt und welche Rolle internationale Beziehungen, insbesondere zu Deutschland, dabei spielen.
Nicht zuletzt hat die Reise auch außerhalb des offiziellen Programms Wirkung gezeigt: Es sind neue Freundschaften, sogar studiengangsübergreifend, entstanden. Gleichzeitig konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre interkulturellen Kompetenzen stärken und ihren eigenen Horizont erweitern.

Wir blicken dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und sind sehr froh über die Realisierung dieser Reise. In diesem Zug nochmals ein herzliches Dankeschön an Jasmin Schöne für die gesamte Organisation und Paola Yaconis für die Unterstützung bei der Planung.