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Exkursion im Studiengang Pflege- & Gesundheitsmanagement zur Charité Berlin

Pflegeperspektiven erleben: Exkursion unserer Studierenden im Studiengang Pflege- & Gesundheitsmanagement zur Charité Berlin

Im Rahmen des Moduls „Berufsfeldorientierung“ unternahmen Studierende des Studiengangs Pflege- und Gesundheitsmanagement (B.A.) eine Exkursion nach Berlin. Ziel war die Ausstellung „Pflegeperspektiven in Bildern und Interviews“ am Institut für Klinische Pflegewissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, was professionelle Pflege leisten kann – und welche Bedeutung Pflegewissenschaft dabei hat. Die Ausstellung entstand aus einer eineinhalbjährigen fotografischen Langzeitbegleitung von Pflegefachpersonen auf unterschiedlichen Stationen der Charité. Die Fotografin Patricia Kühfuss entwickelte das Konzept in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jan Kottner und dem Team des Instituts für Klinische Pflegewissenschaft.

Die ausgestellten Fotografien geben einen vielseitigen Einblick in den pflegerischen Alltag und zeigen, wie unterschiedlich und hoch spezialisiert pflegerisches Handeln sein kann. Ob Intensivpflege, Onkologie, Geriatrie oder Ambulanzbereiche: Die Ausstellung macht deutlich, dass Pflege weit über die häufig vereinfachte Außenwahrnehmung hinausgeht. Im Zentrum steht dabei stets der Mensch – verbunden mit fachlicher Expertise, komplexen Entscheidungen und professionellem Handeln.

Ergänzt werden die Bilder durch Interviews mit Mitarbeitenden aus Pflegepraxis und Pflegewissenschaft. Audioaufnahmen schaffen dort zusätzliche Einblicke, wo Fotografien allein an ihre Grenzen stoßen. So wird nachvollziehbar, welche Überlegungen, Erfahrungen und Kompetenzen hinter konkreten pflegerischen Situationen stehen. Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung einen Zugang zu der Frage, wie pflegewissenschaftliche Erkenntnisse im Alltag eines Universitätsklinikums genutzt werden können.

Für die Studierenden bot der Besuch eine wertvolle Möglichkeit, die bereits gesammelten Erfahrungen aus ihren eigenen Praktikumsstellen um weitere Perspektiven zu ergänzen. Die unterschiedlichen Arbeitsfelder an der Charité ermöglichten einen Vergleich mit den bislang eher punktuellen Einblicken in die berufliche Praxis. Dadurch wurde das eigene Verständnis des Berufsfeldes erweitert und zur Reflexion über die eigene professionelle Haltung angeregt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Verhältnis von Pflegepraxis und Pflegewissenschaft. Gerade im zweiten Fachsemester ist die Bedeutung wissenschaftlicher Fundierung für das konkrete Handeln am Menschen teilweise noch abstrakt. Die Ausstellung machte diese Verbindung anschaulich und zeigte, wie wissenschaftliche Ansätze dazu beitragen können, Pflege professionell weiterzuentwickeln und pflegerisches Handeln zu begründen.

Damit knüpfte die Exkursion unmittelbar an die Ziele des Praxismoduls „Berufsfeldorientierung“ an: Sie eröffnete neue Einblicke in die vielfältigen Praxisfelder der Gesundheitsberufe, förderte die Perspektivübernahme und unterstützte die Studierenden dabei, ihre eigenen Vorstellungen von professioneller Pflege weiterzuentwickeln.

Die Exkursion nach Berlin bot somit nicht nur einen spannenden Einblick in die Pflege an einem Universitätsklinikum, sondern auch einen wichtigen Impuls für die Auseinandersetzung mit der Frage, was professionelle Pflege ausmacht und welchen Beitrag Pflegewissenschaft dazu leisten kann.

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