
Prorektor für Forschung, Innovation und nachhaltigen Transfer
Prof. Dr.-Ing. Marius Brade
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Campus Straßburger Platz | Raum 503
Tel +49 351 44 45-409
m.brade@fh-dresden.eu

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Softwareentwicklung? Und welche Kompetenzen werden in einer Arbeitswelt wichtig, in der KI zunehmend Code schreibt und technische Aufgaben übernimmt?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich vergangene Woche die Silicon-Saxony-Veranstaltung „Spotlight on: KI in der Softwareentwicklung – Chancen, Risiken und neue Geschäftsmodelle“ an der Fachhochschule Dresden (FHD). Das Event war ausgebucht und zeigte damit das große Interesse an den aktuellen Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Softwareentwicklung und die damit verbundenen Veränderungen für Unternehmen und Fachkräfte.
Drei Impulsvorträge gaben Einblicke in unterschiedliche Anwendungsfelder und Perspektiven auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Daniel Röder von Staffbase sprach über „Agentic Software Engineering bei Staffbase“ und zeigte, wie KI-Agenten zunehmend Aufgaben in der Softwareentwicklung übernehmen können.
Christoph Kögler von Infineon Technologies gab mit seinem Vortrag „Wie KI die Chip-Entwicklung vorantreibt“ Einblicke in die Bedeutung von KI für die Entwicklung moderner Halbleiter.
Dr. Paula Ostmann von elevait stellte das „Vision to Act Framework“ vor und zeigte, wie sich aus strategischen Ideen konkrete Handlungsansätze entwickeln lassen.
Im anschließenden OpenSpace tauschten sich die Teilnehmenden in Workshops zu den Perspektiven Mensch, Organisation und Technik über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen aus.
Dabei wurde deutlich: Die Softwareentwicklung befindet sich in einem grundlegenden Wandel. KI kann bereits heute Teile der technischen Umsetzung übernehmen. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt vieler Tätigkeiten.
Umso wichtiger werden Kompetenzen, die über die reine technische Umsetzung hinausgehen: Anforderungen verstehen und formulieren, Nutzerbedürfnisse erkennen, Lösungen gestalten und bewerten sowie Ergebnisse kritisch prüfen.
Für Prof. Dr.-Ing. Marius Brade, Professor für Medieninformatik an der FHD, ist diese Entwicklung besonders relevant: „KI schreibt Code. Aber wer versteht eigentlich, was der Mensch wirklich braucht?“
Denn Anforderungen lassen sich nur selten vollständig in einem ersten Gespräch erfassen. Häufig entsteht ein klares Verständnis erst im Prozess – durch Entwürfe, Prototypen, Tests und wiederholte Iterationen. Methoden wie User Centered Design gewinnen deshalb weiter an Bedeutung.
Genau an dieser Schnittstelle setzt die Lehre an der FHD an. Die Studierenden lernen, die Anforderungen und Bedürfnisse von Menschen an digitale Systeme zu verstehen, daraus passende Lösungen zu entwickeln und diese mit modernen Werkzeugen umzusetzen – zunehmend auch mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz.
Dabei geht es nicht darum, KI lediglich als Werkzeug für eine schnellere Umsetzung einzusetzen. Entscheidend ist vielmehr, die Ergebnisse einordnen, hinterfragen und auf ihre Eignung für die jeweilige Problemstellung bewerten zu können.
Die Werkzeuge verändern sich. Das Verständnis für Menschen bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor.
Die Veranstaltung von Silicon Saxony hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Hochschule und regionaler Technologiebranche ist, um aktuelle Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.
Vielen Dank an Silicon Saxony, die Speaker Daniel Röder, Christoph Kögler und Dr. Paula Ostmann sowie alle Teilnehmenden für die spannenden Impulse, die offenen Diskussionen und den praxisnahen Austausch. Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr.-Ing. Marius Brade für die Begleitung der Zusammenarbeit zwischen Silicon Saxony und der FHD.

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