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Fachhochschule Dresden

Prof. Dr. phil. Markus Andrä

Prof. Dr. phil. Markus Andrä

Studiengangsleiter Sozialpädagogik & -management (B.A.) berufsbegleitend

Professor für Soziale Arbeit

Campus Straßburger Platz | Raum 126
Tel +49 351 44 45-433

Akademisches Profil

Prof. Dr. phil. Markus Andrä lehrt und forscht seit März 2018 an der Fachhochschule Dresden. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Kindheitspädagogik, der Konstruktion von Männlichkeit sowie der geschlechterbewussten Pädagogik. Insbesondere befasst er sich mit der Rolle männlicher Fachkräfte in frühpädagogischen Interaktionen, Fragen der Diversität sowie anthropologischen Grundlagen und Methoden der Resilienzförderung. Durch seine vielseitigen Tätigkeiten in der wissenschaftlichen Forschung, der Hochschullehre, der Weiterbildung sowie in der praktischen Kinder- und Jugendhilfe verbindet er soziologische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse mit praxistauglichen Ansätzen der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik.

Akademischer und beruflicher Werdegang

Von 1994 bis 1998 absolvierte Prof. Dr. phil. Markus Andrä sein Studium der Sozialen Arbeit / Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Dresden und schloss dieses als Diplom-Sozialpädagoge ab. Im Jahr 2017 promovierte er erfolgreich zum Dr. phil. an der Technischen Universität Dresden mit einer Dissertation zum Thema „Die Konstruktion von Männlichkeit in frühpädagogischen Interaktionen“.

Seine berufliche Laufbahn begann Markus Andrä mit der Beratung von durch Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen während seines Berufsanerkennungsjahres im Sozialamt Dresden (2000–2001). Anschließend war er von 2001 bis 2006 als Sozialpädagoge in der Sozialdiakonischen Offenen Jugendarbeit sowie von 2007 bis 2010 als Erzieher und Gruppenleiter einer Integrationsgruppe in einer Kindertagesstätte der Diakonie Stadtmission Dresden tätig.

Von 2010 bis 2014 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der EH Dresden. Parallel dazu übernahm er ab 2011 diverse Lehraufträge an Hochschulen in Deutschland und Österreich. Vor seiner Berufung an die Fachhochschule Dresden war er von 2015 bis 2017 als Dozent im Fachbereich Sozialwesen an der Fachschule der DRK Bildungswerk Sachsen gGmbH tätig.

Forschungsschwerpunkte und -interessen

In seiner Forschung befasst sich Prof. Dr. Markus Andrä vorrangig mit geschlechtsspezifischen Interaktionen in Kindertagesstätten, Mikroanalysen von Videodaten sowie der Rolle männlicher Erzieher im Kontext von Diversität und Professionalität.

Aktuelle Forschungsprojekte umfassen unter anderem die Evaluation der Straßenschule der Treberhilfe Dresden e.V. im Auftrag des Jugendamtes der Landeshauptstadt Dresden sowie die Mitwirkung am internationalen Forschungsprojekt „Cross-cultural reflexivity and gender-sensitive teacher training in Early Childhood Education and Care“. Darüber hinaus beteiligt er sich an einer internationalen Interviewstudie der EECERA Special Interest Group „Gender“ zu Karriereverläufen männlicher Fachkräfte.

Lehre

Prof. Dr. Markus Andrä vertritt in der Lehre insbesondere folgende Themenschwerpunkte:

Anthropologische Grundlagen

Grundlagen von Kommunikation und Interaktion

Soziale Arbeit als Wissenschaft und Profession

Sozialpädagogische Fallbearbeitung

Biographische Lebensbewältigung und Methoden der Resilienzförderung

Er bringt seine Forschungsergebnisse regelmäßig direkt in die Lehrveranstaltungen ein, speziell in den Bereichen Kommunikation, Interaktion und Lebensbewältigung. Zudem ist er in der Weiterbildung zu Themen wie pädagogischer Diagnostik und geschlechterbewusster Pädagogik aktiv.

Projekte

Erlebnisprojekt zur Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften (2014): „Ohne Spieltag gibt es nur noch Werktage“ – Ein Beitrag zu religiösen Bezügen im Fußball.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Andrä, M. (2019): Die Konstruktion von Männlichkeit in kindheitspädagogischen Interaktionen. Eine videographische Studie in Kindertagesstätten. Wiesbaden: VS Verlag.

Brandes, H.; Andrä, M.; Röseler, W.; Schneider-Andrich, P. (2016): Macht das Geschlecht einen Unterschied? Ergebnisse der „Tandem-Studie“ zu professionellem Erziehungsverhalten von Frauen und Männern. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Andrä, M. (2020): Male Childcare Workers as Promoters of Diversity. Conclusions from a qualitative analysis in German ECEC-institutions. In: Early Years: An International Research Journal, 40 (1), S. 82–94.

Brandes, H.; Andrä, M.; Röseler, W.; Schneider-Andrich, P. (2015): Vergleich männlicher und weiblicher Fachkräfte in der Frühpädagogik auf Basis einer standardisierten pädagogischen Situation. Ergebnisse der „Tandem-Studie“. In: Frühe Bildung, 4 (2), S. 102–109.

Andrä, M. (2019): Ein videographischer Zugang zu einem mehrdimensionalen Phänomen: Geschlecht als mikrosoziale Identitätskonstruktion. In: M. Kubandt & J. Schütz (Hrsg.), Gerne Geschlecht. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Vorträge und Messebeteiligungen (Auswahl)

Andrä, M., Schneider-Andrich, P., & Brandes, H. (2013). „Ich habe keine Erwartungen an ihn als Mann …“ Männliche und weibliche Fachkräfte im Vergleich. TPS. Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita, 2013 (4), 12-15.

Andrä, M. (2013). Between professionalism and authenticity. A new perspective on men and women working together in German ECE-teams. EECERA Annual Conference, Tallinn/Estonia.

Brandes, H., Andrä, M., Röseler, W., & Schneider-Andrich, P. (2013). Männer in Kitas – Was machen sie anders und wie profitieren die Kinder von ihnen? Ergebnisse aus der „Tandem-Studie“ zu professionellem Erziehungsverhalten von Männern und Frauen. Frühe Kindheit, 2013 (5), 38-43.

Brandes, H., Andrä, M., Röseler, W., & Schneider-Andrich, P. (2015). Vergleich männlicher und weiblicher Fachkräfte in der Frühpädagogik auf Basis einer standardisierten pädagogischen Situation. Ergebnisse der „Tandem-Studie“. Frühe Bildung, 4 (2), 102-109.

Brandes, H., Andrä, M., Röseler, W., & Schneider-Andrich, P. (2016). Does gender make a difference? Results from the German ‘tandem study’ on the pedagogical activity of female and male ECE workers. EECER-Journal, 23 (4), 315-327.

Brandes, H., Andrä, M., Röseler, W., & Schneider-Andrich, P. (2016). Macht das Geschlecht einen Unterschied? Ergebnisse der „Tandem-Studie“ zu professionellem Erziehungsverhalten von Frauen und Männern. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Andrä, M., Brandes, H., Röseler, W., Schneider-Andrich, P. (2016). Erzieherinnen und Erzieher zwischen pädagogischer Professionalität und geschlechtlicher Authentizität – Empirische Ergebnisse und praktische Schlussfolgerungen der Tandem-Studie. In W. Weegmann & J. Senger (Hrsg.), Männer in Kindertageseinrichtungen. Theorien – Konzepte – Praxisbeispiele (S. 73-85). Stuttgart: Kohlhammer.

Brandes, H., Andrä, M., Röseler, W., & Schneider-Andrich, P. (2018). Wie kommt das Geschlecht ins Spiel? Wechselwirkungen zwischen dem Geschlecht der Kinder und dem der pädagogischen Fachkräfte. Ergebnisse der Tandem-Studie. In N. Hover-Reisner, M. Fürstaller, & B. Lehner (Hrsg.) Vielfalt in der Elementarpädagogik. Wien: Wochenschau-Verlag.

Andrä, M. (2018). Gender socialisation in ECE and the significance of male workers. Presentation on the EECERA Annual Conference, Budapest/Hungary.

Andrä, M. (2019). Die Konstruktion von Männlichkeit in kindheitspädagogischen Interaktionen. Eine videographische Studie in Kindertagesstätten. Wiesbaden: Springer VS.

Engagement

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit

Mitglied der EECERA Special Interest Group „Gender“

Expertentätigkeit als Reviewer (u. a. Peer Review für Sex Roles, 2014)

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