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Werkstudent

Was ist ein Werkstudent?

Als Werkstudenten bezeichnet man Studierende, die neben ihrem Studium eine abhängige Erwerbstätigkeit ausüben. Ein Werkstudentenjob unterscheidet sich von einem normalen Studentenjob durch seine fachliche Nähe zum Studienfach. In den allermeisten Fällen arbeiten Werkstudenten als Teilzeitbeschäftigte, die den ganz normalen arbeitsrechtlichen Regeln unterliegen. Hierbei kann es sich um einen Minijob, eine kurzfristige oder um eine reguläre studentische Beschäftigung handeln. Werkstudenten haben auch die Möglichkeit, mehreren Beschäftigungsarten gleichzeitig nachzugehen.

Die Tätigkeit als Werkstudent ist eine Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen. Um als Werkstudent zu arbeiten, müssen Sie an einer Hochschule als Vollzeitstudent immatrikuliert sein und Sie dürfen eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreiten. Diese Grenze gilt auch, wenn ein Werkstudent mehrere Nebentätigkeiten ausübt. Diese genannte 20 Stundenregelung betrifft allerdings nur die Vorlesungszeit. In den Semesterferien bzw. in der Vorlesungsfreien Zeit kann die Arbeitszeit problemlos auf über 20 Stunden ausgedehnt werden. Hier liegt es beim Arbeitgeber und/oder beim Werkstudenten, wie viel Zeit er arbeitet.

Anders als bei vielen Praktikantenstellen ist eine Vergütung Pflicht und auch vollkommen normal. Der Stundenlohn liegt zwischen 8 und 14€ Brutto. Werkstudenten sind in Unternehmen sehr beliebt, da sie im Gegensatz zu Praktikanten für gewöhnlich über mehrere Semester regelmäßig vor Ort sind.

Vorteile eines Werkstudenten

Da man als Werkstudent den Studierendenstatus besitzt, ist man nicht sozialversicherungspflichtig und somit von Beitragszahlung an Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung befreit. Die Arbeitgeber können dadurch viel Geld sparen, was das Arbeitsverhältnis mit einem Werkstudenten besonders attraktiv macht.

Als Werkstudent muss man nur in die Rentenversicherung einzahlen - es sei denn, man geht einem Minijob oder einer kurzfristigen Beschäftigung nach. Bei solchen Beschäftigungen müssen grundsätzlich keine Beiträge gezahlt werden.

Da Studenten ihre Tätigkeit häufig ab dem 1. Semester ihr komplettes Studium begleitend ausüben, sind diese mit Abschluss des Studiums bereits perfekt in der Firma eingearbeitet und integriert. Im Optimalfall haben sie sogar verschiedene Abteilungen durchlaufen, um so einen kompletten Überblick zu haben. Andernfalls sollten sie in einer speziellen Abteilung stark involviert sein. Die lange Mitarbeit führt mit sich, dass Unternehmen häufig das Angebot unterbreiten, bei ihnen die Bachelor/Master zu schreiben. Hier profitiert nicht nur der Werkstudent durch gute Betreuungsbedingungen. Auch das Unternehmen zieht aus der Arbeit einen Mehrwert. Weiterhin wird Werkstudenten gerne nach Abschluss ihres Studiums ein Angebot für eine Festanstellung unterbreitet. Es entfällt eine zeitaufwendige Einarbeitung und für beide Parteien ist klar, wie die Beschäftigung aussieht und was sie vom jeweils anderen zu erwarten hat.

Für Studenten bietet das fachbezogene Geldverdienen einige Vorteile. So kann man im Studium erlerntes gleich in der Praxis anwenden und qualifiziert sich dazu noch weiter.

Was muss man als Werkstudent beachten?

Werkstudenten werden rechtlich als Teilzeitbeschäftigte gesehen. Sie müssen dabei allerdings einige rechtliche Regelungen beachten. Werkstudenten dürfen beispielsweise eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden in der Woche nicht überschreiten, da sie sonst gesetzlich nicht mehr als Vollzeitstudenten gelten.

Um von den Vorteilen zu profitieren, ist es wichtig als Vollzeitstudent immatrikuliert zu sein. Eine Ausnahme dabei bilden die Semesterferien, in denen auch ein Vollzeitjob erlaubt ist, während in der Vorlesungszeit weniger gearbeitet wird. Wer dies öfter im Jahr macht, der muss allerdings eine weitere Regelung beachten. Genauso wie die wöchentliche Arbeitszeit, ist auch die Arbeitszeit auf einen Zeitraum von einem Jahr für einen Werkstudenten begrenzt.

Es gilt: Wer mehr als 26 Wochen im Jahr mehr als 20 Stunden arbeitet, bei dem überwiegt der Zeitraum mit dem Status als Arbeitnehmer und wird somit versicherungspflichtig. Die Arbeitsstunden für eventuelle Pflichtpraktika werden dabei nicht berücksichtigt.