Logo Weltoffene Hochschulen

Fachtagung Inklusion 25. Oktober an der Fachhochschule Dresden

Inklusion in Betrieb und Schule

Main-Visual

17.10.2016

Inklusion in Betrieb und Schule

Die Fachhochschule Dresden (FHD) und die Technische Universität Dresden (TUD) veranstalten am 25.10.2016 auf dem Campus der FHD am Panometer gemeinsam mit weiteren Partnern den Dresdner Inklusionstag. Die Tagung beschäftigt sich vor allem mit den praktischen und theoretischen Aspekten von Inklusion in betrieblicher sowie (hoch-)schulischer Bildung.

Inklusion steht für gesellschaftliche Teilhabe, Wertschätzung und Anerkennung von Diversität (verschieden zu sein ist normal) und in normativer Absicht auch für die Überwindung von gesellschaftlichen Verhältnissen, welche ausgrenzen. In bildungspolitischer Hinsicht ist damit vor allem auch die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie verschiedener Ethnien und ihrer Einbeziehung in ein gemeinsames Erziehungs- und Bildungsumfeld gemeint. Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Mitzeichnung durch den Großteil der EU-Mitgliedstaaten ist Inklusion zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden, welche vor allem auch bildungspolitische Folgen zeitigt und eine grundsätzliche und nachhaltige Auseinandersetzung erfordert. Die Konferenz will anhand praktischer Beispiele aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft untersuchen, wie sich der Ist-Zustand der Umsetzung der UN-Konvention konkret auch im Freistaat Sachsen darstellt, welche Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt worden sind oder sich in der Umsetzung  befinden. So wird der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur, Herr Béla Bélafi, über die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im sächsischen Bildungssystem referieren. Die in Konzeption befindliche Dresdner Universitätsschule wird vorgestellt von Anke Langner, Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Inklusive Bildung an der TUD.

Ansätze zur Inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden bereits in Modellregionen erprobt. Hierzu trägt Katrin Liebers vor, Professorin für Schulpädagogik des Primärbereichs an der Universität Leipzig und wissenschaftliche Begleiterin des Schulversuches ERINA. Dr. Katrin Merker vom KINDERLAND –Sachsen e. V. stellt mit dem ‚Bus der inklusiven Werte‘ ein Projekt vor, mit dem in 100 Schulen Schülerinnen und Schüler für das Thema Behinderung sensibilisiert werden sollen. Über Inklusion als Gestaltungsaufgabe im Rahmen der Lehrerbildung wird Prof. Manuela Niethammer vom Institut für Berufspädagogik der TUD referieren.

Fragen der betrieblichen Umsetzung von Inklusion sind Gegenstand eines gemeinsamen Referates der stellv. Geschäftsführerin des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie, Christiane Debler und Katrin Locker von der IG Chemie. In ihrem Referat über Übergänge in der Inklusion stellen Prof. Angela Teichert und Soz.-Päd. Marius Witte von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften an der FHD den Zusammenhang zwischen Ausbildung und Wohnen dar. „Mit dieser Konferenz wollen wir das Thema Inklusion noch stärker in das Bewusstsein der Bürger, Unternehmer und wissenschaftlichen Institutionen, aber auch der Politik und Verwaltung  bringen und anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie Inklusion in Schulen, Hochschulen und Betrieben praktisch umgesetzt werden kann“, erklärt Dr. Rolf Pfrengle, Rektor der Fachhochschule Dresden.

Anmeldung zur Teilnahme nötig.

Anmeldefrist ist verstrichen.